Schon in vorgeschichtlicher Zeit siedelten Menschen an Rhein und Mosel. Die Menschheitsgeschichte auf dem Gebiet des heutigen Rheinland-Pfalz reicht – so viel man heute weiß – fast eine Million Jahre zurück. Der „älteste Rheinland-Pfälzer“ ist aber der Neandertaler von Ochtendung in der Südosteifel. Hier, in den Überresten der Vulkane der Wannenköpfe, fand man Ende des letzten Jahrhunderts die gut erhaltene Schädelkalotte eines Neandertalers. Vor etwa 170.000 Jahren, in der Frühphase der vorletzten Kaltzeit, hat er gelebt.

Der Limeswachturm bei Bad Ems
© GDKE RLP, Direktion Landesarchäologie, Dr. Jens Dolata

Der Limeswachturm WP 2–1 bei Bad Ems ist der älteste rekonstruierte Limesturm.

Dr. habil. Sabine Hornung

Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Schreckliche und schöne Geschichten erzählen die Funde und Fossilien, die die Archäologen in Rheinhessen und der Pfalz, in der Eifel und an der Mosel finden. Sie zeigen, dass sich vor knapp 13.000 Jahren einer der gewaltigsten Vulkanausbrüche in Europa ereignete, dort, wo sich heute der Laacher See befindet. Durch die gewaltige Explosion wurden riesige Flächen der umliegenden Regionen mit Bimstuff verschüttet. Glutwolken füllten die Täler, Asche regnete nieder und bedeckte das Land – selbst in Skandinavien und der Schweiz lassen sich die Ablagerungen noch nachweisen.

Unerklärlich, grausam und erschütternd ist das, was die Archäologen zwischen 1996 und 2008 am Westrand von Herxheim in der Vorderpfalz zu Tage brachten. In dem Grabensystem einer frühneolithischen Anlage machten die Ausgräber eine Entdeckung, die bis heute ohne Vergleich in der europäischen Vorgeschichte ist. Mehr als 700 Menschen – Männer, Frauen, Kinder und Säuglinge – sind hier um 5000 v. Chr. vergraben worden. Die Skelette sind in kleinste Fragmente zerschmettert, die Schädel fachmännisch zerlegt, sodass nur das Schädeldach übrig blieb. Grausiges Detail: Die Knochen und Schädel zeigen die Spuren der Schnitte, mit denen die Körper fachgerecht zerteilt wurden. Zerschlagen wurden auch wertvolle, fein verzierte Artefakte von herausragender Qualität. Ihre Bearbeitung lässt darauf schließen, dass sie aus mindestens acht verschiedenen, teilweise weit entfernten Regionen stammen. – Warum diese Menschen starben, wie sie nach Herxheim kamen und was sich genau ereignete, diese Fragen harren noch ihrer Beantwortung.

Die Römer am Rhein

Auch wenn hier nicht der Platz ist, jede Geschichte zu erzählen – die der Römer und ihrer Herrschaft am Rhein kann unmöglich unerwähnt bleiben. Denn als Gaius Julius Cäsar zwischen 58 und 51 v. Chr. Gallien eroberte, unterwarf er nach langen und harten Kämpfen auch die linksrheinischen Gebiete des heutigen Rheinland-Pfalz. Die dort lebenden Kelten – Treverer und Mediomatriker – gehörten fortan für fünf Jahrhunderte zum Römischen Imperium.

Die Römer bescherten den germanischen Provinzen unter anderem die Errichtung zahlreicher Militärlager, einen intensiven Straßenbau und die Etablierung des römischen Verwaltungssystems. Dabei wurde Augusta Treverorum, das heutige Trier, etwa 16 v. Chr. als neuer Hauptort des Treverer-Stammes gegründet und später zur Hauptstadt der Provinz Gallia Belgica erhoben.

Nur einige Jahre nach der Gründung Triers entstand das Garnisionslager Mogontiacum – benannt nach dem keltischen Gott Mogon – als eines der festen Standlager, die Kaiser Augustus entlang der Außengrenze des römischen Reichs errichten ließ. – Die Siedlung, die sich um dieses Lager entwickelte, wuchs rasch. Mogontiacum – das heutige Mainz – war schon vor dem Jahr 89 Hauptstadt der Provinz Germania Superior.

Noch vieles mehr ist den Römern zu verdanken, was noch lange ihre Zeit überdauerte – wie Straßen, Häfen, Brücken und Aquädukte und Städte wie Trier, Mainz, Worms und Speyer. Und natürlich das heutige Weltkulturerbe der Menschheit, der obergermanisch-rätische Limes. Die zunächst als Schneise durch die Wälder von Westerwald und Taunus angelegte Verteidigungslinie entwickelte sich im 2. Jahrhundert zur mit Steintürmen, Palisadenreihen und Gräben gesicherten Grenzbefestigung. Das Ende des Limes läuteten die Germanen im Jahr 254 ein. Sie überrannten auf breiter Front die Grenzanlage und drangen weit in die linksrheinischen römischen Provinzen vor. Im Herbst des Jahres 260 folgte die endgültige Katastrophe: Franken und Alemannen eroberten die Grenzbefestigung und schleiften den Limes weitgehend.

In der Spätantike erlebten die Westprovinzen des Römischen Reichs immer wieder verheerende Einfälle der Germanen. Die Römer bauten die Rheingrenze, die nun den Limes ersetzen sollte, als neue, durchgehende Befestigungslinie aus. In Andernach, Koblenz, Bingen und Worms wurden neue Kastelle errichtet. Mainz wurde zum bedeutenden Flottenstützpunkt – Römerschiff-Funde zeugen davon.

Nach dem Ende der Konstantinischen Dynastie und der – zunächst verwaltungstechnischen –Teilung des Römischen Reichs in ein Ost- und Westreich wurde Valentinian Herrscher im Westen des Imperiums und regierte sein Reich vornehmlich von Trier aus. 391 wurde das Christentum einzige Staatsreligion des Römischen Reichs. Nach der endgültigen Teilung des Imperiums und immerwährender Angriffe der germanischen Stämme wurde die gallische Präfektur von Trier nach Arles verlegt und wenig später wurden zum Schutze Italiens fast alle Grenztruppen aus den Provinzen nördlich der Alpen abgezogen.

Das Ende der Römer am Rhein war gekommen. In der Neujahrsnacht 406/407 überquerten Vandalen, Alanen und Sweben bei Mainz den Rhein, zerstörten die Grenzbefestigungen zwischen Bingen und Selz und drangen weit nach Gallien vor. Worms wurde erobert, Mainz zerstört und Speyer von den Germanen eingenommen. Auch wenn es den Römern noch einmal gelang, die Germanen zurückzudrängen: Nun bedrängten immer wieder Angreifer die schwächelnde römische Herrschaft in den linksrheinischen Gebieten. Die ehemalige Kaiserresidenz Trier wurde allein zwischen 410 und 435 viermal von fränkischen Heerscharen erobert. Am Ende herrschte Rom nur noch über kleine Inseln im rauen Meer sich ausbreitender Barbaren. Zu Beginn des 6. Jahrhunderts gehörten auch diese Gebiete zum Frankenreich des Merowingerkönigs Chlodwig.

Der lebensgroße Kopf einer Göttin.
© Landesmuseum Mainz

Der lebensgroße Kopf einer Göttin (1./2. Jh. n. Chr.) wurde in einem römischen Heiligtum in der Nähe von Mainz entdeckt. Vermutlich stellt die Bronze- Figur die keltische Göttin Rosmerta dar, die häufig gemeinsam mit einem keltischen Gott verehrt wurde, der dem römischen Gott Merkur entsprach.

Herrschaft der Franken

Mit dem Aufstieg der Karolinger Mitte des 8. Jahrhunderts rückte auch das Land an Mosel und Rhein wieder stärker in die Mitte des politischen Interesses. Karl der Große ist häufig in Worms und in der neu errichteten Pfalz in Ingelheim, auch in Mainz finden Heeresversammlungen statt. Nach der Reichsteilung von Verdun 843 unter den Enkeln Karls des Großen fiel Trier an den römischen Kaiser Lothar I., Speyer, Worms und Mainz mit ihrem Hinterland gehörten fortan zum Ostfrankenreich unter Ludwig dem Deutschen. Nach dem Tod Lothar II. wurde 870 das Königreich Lothringen zwischen dem Ost- und dem Westfrankenreich aufgeteilt. Trier gehörte nun auch zum Ostfränkischen Reich. Die Regionen des heutigen Rheinland-Pfalz waren seither gemeinsam Teil eines politischen Verbands, der sich seit dem 10./11. Jahrhundert zunehmend als Deutsches Reich verstand.

Grabkrone des Salierkaisers
© Domschatz im Hist. Museum der Pfalz Speyer

Grabkrone des Salierkaisers und Gründers des Speyerer Doms, Konrad II. (um 990–1039). Konrad folgte auf den kinderlosen Ottonen Heinrich II. und begründete das Herrscherhaus der Salier.

Salier und Staufer

Bis 911 herrschten die Karolinger im Ostfränkischen Reich, dem späteren Heiligen Römischen Reich. Danach – nach einem kurzen Intermezzo des fränkischen Konrad I. – regierten die Ottonen – ab 962 als römische Kaiser – bis ins Hochmittelalter. Die Salier machten die Bezeichnung „Romanum Imperium“ zum amtlichen Titel ihres Reiches. Die höfischen und kirchlichen Zentren Mainz, Worms und Speyer bauten unter den Saliern ihre dominierende Stellung noch aus – nicht zuletzt weil hier die Heimat der Salier lag. In die Zeit der Salier fällt nicht nur der Bau des Speyerer Doms und die letzte „ordnungsgemäße“ Königskrönung in Mainz im Jahr 1024 , sondern auch die Zeit der Kreuzzüge und die damit einhergehenden Judenpogrome 1095. Nur der Bischof von Speyer konnte die Juden weitgehend schützen, der Mainzer Erzbischof scheiterte mit seinem Versuch. Angegriffen wurde auch die jüdische Bevölkerung in Worms und Trier. Vielen Menschen fielen den marodierenden Kreuzfahrern und ­deren Sympathisanten zum Opfer.

Nach dem Jahrhundert der Salier bestimmten die Staufer bis Mitte des 13. Jahrhunderts die Geschicke des Heiligen Römischen Reiches. Den Regionen am Rhein kam dabei wieder eine wesentliche Rolle zu. Otto von Freising, offizieller Biograf Friedrich I. Barbarossas und einer der bedeutendsten Geschichtsschreiber des Mittelalters, verweist auf die Bedeutung des rheinischen Raums von Basel bis Mainz. Hier liege „die größte Kraft“ des Reiches.

Mainz, Worms und Speyer behielten auch unter den Staufern ihre Bedeutung als Symbole der Königsherrschaft – sei es als Orte der Friedensregelung oder als königliche Grabstätten. Im heutigen Kaiserslautern lässt Barbarossa die Burg zur Kaiserpfalz ausbauen und in Sinzig im nördlichen Rheinland-Pfalz ist die Kaiserpfalz ein beliebtes kaiserliches Reiseziel.

Die Zeit der Kurfürsten

Das spätmittelalterliche Heilige Römische Reich war keine zentral gelenkte Monarchie wie seine Nachbarstaaten Frankreich oder England. Unter dem Dach des König- bzw. Kaisertums fügten sich die Fürsten, die selbstständig in ihren Gebieten herrschten, zu einer lockeren Herrschaftsstruktur. Bedeutende Machtfaktoren waren dabei die Kurfürstentümer Mainz und Trier sowie die Kurpfalz. Schon seit Mitte des 10. Jahrhunderts war das Amt des Mainzer Erzbischofs mit dem Erzkanzleramt für Germanien verbunden und damit die wichtigste Position im Heiligen Römischen Reich nach dem Kaiser. Die Macht der Kurfürsten unterband die Herausbildung einer rein erbrechtlichen Monarchie: Das Kolleg der sieben (später neun) Kurfürsten hatte ab dem 13. Jahrhundert das alleinige Privileg der Königswahl. Mit dem Erzbischof von Mainz und Trier sowie dem Pfalzgraf bei Rhein, dessen Kurpfalz zwischen Mosel und Kraichgau lag, hatte der Südwesten des Reiches entscheidenden Einfluss auf die politischen Weichenstellungen.

Im Verlauf des 15. Jahrhunderts nahm die Autonomie der Reichsfürsten gegenüber dem Königtum der Luxemburger und später Habsburger sogar noch zu. Während der Mainzer Erzstift sich zumeist königstreu verhielt, war die Gegnerschaft zwischen den Habsburgern und der Kurpfalz eine Grundkonstante jener Zeit.

Der Wormser Reichstag von 1495 markiert die Zeitenwende zur Neuzeit und eröffnet einen neuen Abschnitt in der politischen Entwicklung des Reiches. In der Vereinbarung zwischen dem Kaiser und den Reichsständen wurden grundlegende Reformen festgelegt. Eingeführt wird der „Ewige Landfrieden“, der die Fehde im ganzen Reich verbietet. Es gibt nun mit dem Reichskammergericht ein oberstes Gericht und der Reichstag wird zum zentralen Verfassungsorgan.

Aquatintaradierung von Wilhelm Nilson
© akg images

Das Turnier zu Worms zum Reichstag 1495. Aquatintaradierung von Wilhelm Nilson nach einer Zeichnung von Martin Disteli (um 1827).

Das Mittelalter ging am 7. August 1495 zu Ende. Der römisch-deutsche König Maximilian I. verkündete auf dem Reichstag zu Worms den „Ewigen Landfrieden“. Ritter, die weiterhin Fehde führten, wurden zu Raubrittern erklärt und bekämpft. Auch wenn es noch etliche Jahrzehnte dauern sollte, bis die Fehden tatsächlich aus dem Alltag verschwanden, so wurde mit dem neuen Gerichtshof die Institution eines obersten Gerichts geschaffen, das als zentrales Verfassungsorgan auch über das Heilige Römische Reich hinaus Bestand haben sollte. Von nun an trat an die Stelle des Rechts des Stärkeren das Gewaltmonopol des Staates und die Durchsetzung des Rechts auf dem Rechtsweg.

Das Jahrhundert der Reformation

Das 16. Jahrhundert ist auch in den Regionen des heutigen Rheinland-Pfalz das Jahrhundert der Reformation. Martin Luther verteidigte seine Lehren 1521 vor dem Wormser Reichstag, wofür ihn Kaiser Karl V. mit Acht und Bann überzog. Ihm und seinen Anhängern drohten schwerste Strafen. Doch die Umsetzung der Sanktionen durch die Reichsstände fiel eher nachlässig aus. Die Ausbreitung der Lehren Luthers war so nicht zu stoppen. Im Gegenteil: Die reformatorische Bewegung gewann immer stärker an Bedeutung. 1529, diesmal vor dem Reichstag in Speyer, kam es zur offenen Rebellion der regionalen Mächte gegen die Obrigkeit: Sechs Fürsten und 14 Reichsstände  übergaben ihre „Protestation“ an Kaiser und Konzil – der Protestantismus war geboren – allerdings ohne Beteiligung aus dem Gebiet des heutigen Rheinland-Pfalz. Die Anhänger Luthers unter den Reichsständen links des Rheins wagten nicht, sich dem Protest anzuschließen. Dennoch wurde der neue Glaube in immer neuen Territorien eingeführt: in der Pfalz-Zweibrücken, in der Grafschaft Falkenstein und der Grafschaft Leiningen. Besonders folgenschwer war die Reformation in der Kurpfalz, die zum Zentrum der Calvinisten im Reich aufstieg.

Das Lutherdenkmal in Worms
© Rudolf Uhrig, Stadtarchiv Worms

Das Lutherdenkmal in Worms ist eines der größten Reformationsdenkmäler der Welt. Es erinnert an Luthers Auftritt auf dem Wormser Reichstag 1521. Seiner quadratischen Gestaltung, umrandet von Mauern und Zinnen, liegt das Lutherlied „Ein feste Burg“ zugrunde. Auf erhöhten Postamenten stehen Persönlichkeiten des 16. Jahrhunderts, die mit Luther verbunden waren. Zwischen ihnen sitzen drei allegorische Figuren. In der Mitte erhebt sich Luther im Predigtrock mit Bibel. Unter ihm sitzen die Vorreformatoren Wyclif und Hus, Petrus Waldus und der Mönch Savonarola.

Sitzung der Mainzer Jakobiner
© Stadtarchiv Mainz

Sitzung der Mainzer Jakobiner im Kurfürstlichen Schloss.

Die „Gesellschaft der Freunde der Freiheit und Gleichheit“, kurz Jakobinerklub, – die erste demokratische Bewegung Deutschlands – gründete sich am 23. Oktober 1792 im Akademiesaal des Kurfürstlichen Schlosses in Mainz und fand bald zahlreiche Anhänger. Zu den Begründern gehörten Intellektuelle und Beamte wie der Naturforscher Georg Forster oder die Professoren Mathias Metternich und Georg Wedekind.

Die Mainzer Republik

Wir überspringen den Dreißigjährigen Krieg und einiges mehr, um einen Blick auf die Demokratie-Geschichte zu werfen, zu der die Regionen des heutigen Rheinland-Pfalz einiges beizutragen hatten. Denn die erste Demokratie auf deutschen Boden wurde auf dem linksrheinischen Gebiet von Kurmainz errichtet. Mainz als Zentrum der revolutionären Bewegung gab der jungen und kurzlebigen Republik seinen Namen.

Ermöglicht wurde diese Manifestation republikanischen Freiheitsstrebens durch die revolutionären französischen Truppen, die unter General de Custine – fast kampflos – am 21. Oktober 1792 Mainz besetzten. Schon zwei Tage danach wurde die „Gesellschaft der Freunde der Freiheit und Gleichheit“ gegründet. Der Mainzer Jakobinerklub fand bald zahlreiche Anhänger – darunter insbesondere Intellektuelle und Beamte wie den Naturforscher Georg Forster.

Auch auf dem Land verbreiteten sich die revolutionären Ideen, in den beiden Reichsstädten Worms und Speyer entstanden „Tochtergesellschaften“ des Klubs. Reden wurden gehalten und Freiheitsbäume gepflanzt. Die revolutionäre französische Staatsordnung sollte auch in den besetzten Gebieten gelten – doch besonders in den Städten stieß dieser Gedanke auf zähen Widerstand bei den Zünften, der Handelsbourgeoisie und dem Klerus.

Mit Beginn des Jahres 1793 drängten der Pariser Nationalkonvent und die Jakobiner auf Umsturz und die zwangsweise Einführung der französischen Demokratie. Die Wahl zum Rheinisch-Deutschen Nationalkonvent fand so unter restriktiven Vorzeichen statt: Wer wählen wollte, musste einen Eid auf die Revolution leisten. Nur 8 Prozent der Mainzer Männer ging daraufhin zur Wahl. Am Ende entsandten nur 125 der rund 700 rheinhessischen und pfälzischen Gemeinden Abgeordnete. Dennoch war der Konvent, so sieht es auch die Forschung, das erste, nach allgemeinem Wahlrecht gewählte Parlament in Deutschland, das einen auf demokratischen Prinzipien beruhenden Staat gründete.

Der Rheinisch-Deutsche Nationalkonvent wurde am 17. März 1793 im Mainzer Deutschhaus eröffnet.  Bereits am nächsten Tag rief er die Republik aus und erklärte sich unabhängig vom Heiligen Römischen Reich. Eine Vereinigung mit dem Pariser Konvent sollte die Mainzer Republik stützen. Doch bevor es dazu kommen konnte, stand die Stadt unter dem Bombardement der preußisch-österreichischen Truppen, das von Johann Wolfgang Goethe in der „Belagerung von Mainz“ so detailreich beschrieben wurde. Das Ende des ersten demokratischen Experiments auf deutschem Boden kam mit der Kapitulation der Stadt am 23. Juli 1793.

Das Hambacher Fest und die Märzrevolution von 1848/49

Doch die französische Herrschaft kam zunächst zurück. Unter Napoleon wurden der Rhein zur französischen Ostgrenze und die linksrheinischen Gebiete zum französischen Staatsgebiet. – Bleibende Wirkung erzielte die Franzosenzeit insbesondere im Rechtssystem durch die Einführung des öffentlichen und mündlichen Anklageprozesses, des Schwurgerichts und des „Code civil“. Das Ende der Herrschaft Napoleons bedeutete auch das Ende der französischen Herrschaft am linken Rheinufer. Der Wiener Kongress 1814/15 sortierte die Zugehörigkeit der Regionen neu: Die Pfalz ging an Bayern, Preußen übernahm den linksrheinischen Rhein-Mosel-Saar-Raum. Mainz, der Kreis Alzey (ohne Kirchheimbolanden) und die Kantone Worms und Pfeddersheim fielen an Hessen und wurden zu Rheinhessen. Das Herzogtum Nassau konnte sein Territorium weitgehend behaupten.

Auch wenn die Mainzer Republik scheiterte – der Freiheitsgedanke war gesät und sollte sich immer weiter verbreiten. Mit der Julirevolution 1830 in Frankreich bekam der revolutionäre Freiheitsdrang in weiten Teilen Europas neuen Auftrieb. In Deutschland folgten am 27. Mai 1832 unglaubliche 30.000 Menschen – darunter viele Frauen – dem Aufruf der Publizisten Jakob Siebenpfeiffer und Johann Wirth zur ersten Massenkundgebung für ein freies und geeintes Deutschland. Auf dem Hambacher Fest trafen sich auch Burschenschaften und französische Demokraten, um patriotische Reden zu hören und ihren Freiheitswillen zu demonstrieren. Die Forderung nach einem geeinten und freien Deutschland als föderative Republik wurde gestellt. Bis zum 1. Juni währte das Fest auf dem Hambacher Schloss und im nahegelegenen Neustadt. – Der Deutsche Bund reagierte mit Verhaftungen und der Unterdrückung der Presse- und Versammlungsfreiheit. Doch aus der Welt ließen sich die Ideen von Freiheit und Gleichheit und einem geeinten Vaterland auch mit Überwachung und Repression nun nicht mehr schaffen.


Johann Velten „Gefängnißscene“
© B. M. Lutz, Konz/Stadtmuseum Simeonstift Trier

Das Gemälde von Johann Velten „Gefängnißscene“ porträtiert in Trier inhaftierte Revolutionäre von 1848.

„Zug auf das Hambacher Schloss. Federlithografie,koloriert.
© Peter Haag-Kirchner/Hist. Museum der Pfalz, Speyer

„Zug auf das Hambacher Schloss am 27. Mai 1832“, Federlithografie, koloriert.

Wirtschaftliche Krisen, Arbeitslosigkeit und durch Missernten ausgelöste Hungersnöte verstärkten die Not der Menschen. Zahlreiche Familien aus Rheinhessen, der Pfalz und der Rheinprovinz schlossen sich der deutschlandweiten Massenauswanderung nach Amerika an. Die beginnende industrielle Revolution verschärfte die sozialen Spannungen. Der Trierer Karl Marx veröffentlichte im Revolutionsjahr 1848 das „Kommunistische Manifest“.

Als in Paris Ende Februar 1848 König Louis-Philippe gestürzt und die Republik ausgerufen wurde, sprang der Funke auch auf den Südwesten des Deutschen Bundes über. In Mainz versammelten sich die Bürger, um ihre Reformwünsche an die Großherzoglich-Hessische Regierung zu richten. Das Wormser Bürgerkomitee übergab seine Petition seinem Abgeordneten. Die Volksversammlung in Neustadt stellte eine Liste mit Forderungen der Pfälzer auf, die im bayerischen Landtag eingebracht werden sollte. Die Koblenzer richteten ihre Forderungen an den preußischen König; die Stadt Trier ließ eine ähnlich lautende Petition folgen. In allen Regionen schlossen sich Bürgerkomitees und Volksversammlungen den Forderungen nach Meinungs-, Presse-, Vereins- und Versammlungsfreiheit und einem deutschen Parlament an.

Und die Monarchen gaben nach. Der Herzog von Nassau bewilligte schon am 4. März alle Forderungen. In Rheinhessen wurden am 6. März Presse- und Religionsfreiheit, Versammlungs- und Petitionsrecht eingeführt, das Polizeistrafrecht abgeschafft und die rheinhessischen Institutionen bis zur Einführung einer deutschen Gesetzgebung garantiert. Metternich trat zurück und der Frankfurter Bundestag hob alle Zensurmaßnahmen auf.

Überall entstanden Clubs und Parteien. Sie brachten ihre Vorstellungen in die Debatten um eine gesamtdeutsche Verfassung ein, die in der im Mai einberufenen Frankfurter Nationalversammlung geführt wurden.

Doch die Konterrevolution erstarkte. Im April 1849 lehnte der preußische König Friedrich Wilhelm IV. die ihm angetragene Kaiserwürde ab und auch die bayrische Regierung sprach sich gegen die Paulskirchenverfassung aus. Das Frankfurter Parlament war gescheitert. Das verbliebene „Rumpfparlament“ wollte die Annahme der Reichsverfassung noch erzwingen. Die Pfalz erhob sich. Doch der revolutionäre Aufstand wurde im Juni von preußischen Truppen beendet. Die gerade erreichten Freiheiten und Rechte wurden wieder einkassiert.

Trotz ihres Scheiterns ist die Revolution von 1848/49 einer der wichtigsten Meilensteine auf dem Weg Deutschlands zu einem demokratischen Verfassungsstaat. Die Paulskirchenverfassung wurde zum Vorbild für die späteren Verfassungen von 1919 und 1949. Ihr Grundrechtskatalog stellt heute einen zentralen Bestandteil unseres Grundgesetzes dar.

Kaiserreich und Weimarer Republik

Der Krieg von 1870/71 zwischen Frankreich und dem Norddeutschen Bund unter Führung Preußens und den Verbündeten Bayern, Württemberg, Baden und Hessen-Darmstadt markierte den letzten Schritt zur deutschen Einigung. Noch während des Krieges traten die süddeutschen Alliierten dem Norddeutschen Bund bei. Mit dem Sieg über Frankreich und die in dessen Gefolge vollzogene deutsche Einigung wird der preußischen König Wilhelm I. zum deutschen Kaiser ausgerufen. – Das Deutsche Reich war begründet.

Für Rheinhessen und die Rheinprovinzen bedeutete dies zunächst eine Zunahme der politischen Selbstbestimmung – auch wenn sich der politische Fokus nun auf den Nationalstaat verschob. Die beiden Provinzen erhielten nun, wie schon zuvor die Pfalz, ein eigenes Landesparlament. Die nationale Einigung brachte auch den wirtschaftlichen Aufstieg in die Regionen: Nassau wurde zum wichtigsten deutschen Erzrevier, die Edelsteinschleifereien und die Schmuckindustrie im Fürstentum Birkenfeld blühten, Mainz konnte seine Festungsanlagen teilweise öffnen und expandierte mit dem Bau seiner Neustadt. Unterstützt durch die verkehrsgünstige Lage im Rhein-Main-Gebiet wuchs die Industrie. Rheinhessen und die benachbarten Gebiete wurden von einer Gründerwelle erfasst. In der Pfalz begann mit der Gründung der BASF in Ludwigshafen der Aufstieg der Chemieindustrie.

Doch die Zeit des frühen Deutschen Reichs ist auch die Zeit des Kulturkampfs zwischen dem Kaisertum und der Katholischen Kirche, unter dem die katholische Bevölkerung zu leiden hatte – insbesondere in der Rheinprovinz, in welcher der katholische Bevölkerungsanteil am größten war. Neben den Katholiken war es die organisierte Arbeiterschaft – und hier insbesondere die SPD – die den Argwohn und die besondere Aufmerksamkeit der Reichsregierung auf sich zog. Denn in den frühindustriellen Zentren der Region – Kaiserslautern, Ludwigshafen, Mainz und Worms – bildeten sich politische Interessenvertretungen der Arbeiter, denen Bismarck mit Repression und Verfolgung begegnete.

Aber weder der Kulturkampf noch die Sozialistengesetze brachten die vermeintlichen Gegner zum Verschwinden. Sowohl die Sozialdemokraten als auch die Zentrumspartei als politischer Arm des Katholizismus etablierten sich im Südwesten und erzielten teilweise große Wahlerfolge.

Das Grauen des Ersten Weltkriegs erschüttert auch die Regionen des heutigen Rheinland-Pfalz. Zahllose Verletzte mussten versorgt werden, die Ernährung der Bevölkerung und der Truppen musste gesichert, Kriegsressourcen von der Industrie bereitgestellt werden. Es wurde gehungert, gelitten und gestorben. Das Kriegsende brachte den völligen Zusammenbruch des Kaiserreichs. Der bayerische König dankte ab und Kurt Eisner proklamierte den Freien Volksstaat Bayern. In der Pfalz übernahmen die Arbeiter- und Soldatenräte die Macht, in Mainz wurde die Republik ausgerufen.

Den abziehenden deutschen Soldaten folgten die siegreichen Besatzungstruppen der Entente. Die meisten Gebiete des heutigen Rheinland-Pfalz kamen unter französische Besatzung. Die neue Weimarer Republik verwirklichte zwar den lang gehegten Traum einer demokratischen Verfassung. Doch angesichts der katastrophalen wirtschaftlichen und verworrenen politischen Lage wurde dem neuen Staat eher skeptisch begegnet.

Inflation, Wirtschaftskrisen und die von Frankreich teils tolerierten separatistischen Bestrebungen – genannt seien die Ausrufung der Rheinischen Republik sowie der Pfälzischen Republik 1923/24 – radikalisierten das gesellschaftliche Klima und stärkten rechte und nationalistische Kreise.  

1930 endete die Besatzungszeit mit dem Rückzug der französischen Soldaten. Doch die wirtschaftlichen und sozialen Probleme blieben und steigerten sich noch bis zur völligen Katastrophe: Der Zusammenbruch ganzer Wirtschaftszweige, Massenarbeitslosigkeit und grassierende Inflation infolge der Weltwirtschaftskrise von 1929 bereiteten den Boden für die weitere politische Radikalisierung.

Truppen-Parade vor dem Hauptbahnhof in Mainz
© Bundesarchiv, 102-10038 / G. Pahl

Am 30. Juni 1930 – rund fünf Jahre früher als ursprünglich geplant – zogen die letzten französischen Soldaten ab. Und zum letzten Mal nahm der Oberkommandierende General Guillaumat kurz vor der Abfahrt die Truppen-Parade vor dem Hauptbahnhof in Mainz ab (siehe Foto). Überall im Land fanden Jubelfeiern statt. Reichspräsident Hindenburg reiste anschließend durchs Land. Zu seinen Ehren und anlässlich der sogenannten „Rheinlandbefreiung“ fand in Koblenz ein Festbankett mit Empfängen und Feuerwerk statt. Doch die Freude hatte auch ihre Schattenseite: In nicht wenigen Städten und Gemeinden schlug die Begeisterung der Bevölkerung in massive Gewalttaten gegen ehemalige Separatisten um.

Die Zeit des Nationalsozialismus

Am 30. Januar 1933 übernahmen die Nationalsozialisten die Macht. Auch auf dem Gebiet des heutigen Rheinland-Pfalz hatte die NSDAP bei den Reichstagswahlen teils überdurchschnittliche Stimmanteile erzielt, wie zum Beispiel in Birkenfeld mit mehr als 55 Prozent. In den stark katholisch geprägten Regionen der Rheinprovinz zum Beispiel hatte dagegen die Zentrumspartei viele Stimmen erzielt und die NSDAP schnitt hier häufig unterdurchschnittlich ab.

Doch schon im Sommer 1934 hatte die NSDAP das gesamte Gebiet des heutigen Rheinland-Pfalz unter Kontrolle, die Partei war im ganzen Land etabliert, die Behörden und Verwaltungsstellen gleichgeschaltet. Gewerkschaften, Vereine, Verbände und Parteien wurden aufgelöst, einverleibt oder verboten. Kritische Zeitungen wurden verboten.

Im Konzentrationslager Osthofen  bei Worms wurden politisch Andersdenkende inhaftiert und gequält. 1940 wurde das SS-Sonderlager bei Trier zum KZ Hinzert umgewandelt. Es diente insbesondere für luxemburgische, belgische, französische und niederländische Häftlinge als „Durchgangslager“ auf ihrem Leidensweg nach Buchenwald, Natzweiler oder Dachau.

Die Gestapo unterhielt eine Außenstelle und ein Gefängnis in Mainz. Auch in Ludwigshafen, Neustadt, Trier und Koblenz betrieb die Gestapo Außen- oder Dienststellen. Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle, Kommunisten und Sozialdemokraten und viele andere, die nicht der Nazi-Ideologie entsprachen oder ihr folgen wollten, wurden von hier aus systematisch überwacht und drangsaliert. Sie wurden eingesperrt, gequält und deportiert. – Ermöglicht und geduldet durch eine gleichgeschaltete Justiz, die mit der Gestapo meist Hand in Hand arbeitete.

Polizeigefängnis im Dalberger Hof in Mainz
© Stadtarchiv Mainz

Im Dalberger Hof in Mainz befand sich das Polizeigefängnis. Hier wurden auch politische Gefangene, Sinti und Roma sowie Juden und Zwangsarbeiter inhaftiert. Viele von ihnen wurden von hier aus in die Konzentrationslager Buchenwald, Ravensbrück, Dauchau und Auschwitz oder in das SS-Sonderlager Hinzert geschickt.


Gedenkstätte KZ Osthofen
© Leo Hanselmann, Worms/NS-Dokumentationszentrum RLP

Am grausamsten und systematischsten verfolgten die Nazis die jüdische Bevölkerung. Zunächst mit diskriminierenden Gesetzen und Boykottaufrufen, mit Pogromen, der Zerstörung jüdischer Geschäfte und Synagogen, mit Misshandlungen und Festnahmen bis zur systematischen Deportation in die Konzentrations- und Vernichtungslager. Öffentliche Demütigungen, Misshandlungen und Deportationen von Juden und Andersdenkenden wurden auch hier von der Bevölkerung meist gleichgültig zur Kenntnis genommen. Wem es nicht egal war, den hielt zumeist der Terror in Schach.

Gleichzeitig wurde der nächste Krieg vorbereitet: Mit gewaltigen Bauprogrammen zur Errichtung eines Grenzverteidigungssystems, des sogenannten „Westwalls“, und der Hunsrückhöhenstraße. Der Westwall sollte Hitlers Vernichtungskrieg im Osten ermöglichen. Am 1. September 1939 begann der Zweite Weltkrieg. Die Pfalz, Rheinhessen und das Rheinland wurden zunächst Aufmarsch-, dann Kriegsgebiet.

Mit Beginn des Krieges wurden auch auf dem gesamten Gebiet des heutigen Rheinland-Pfalz Lager eingerichtet – für Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene wie in Trier-Petrisberg, Umerziehungslager wie in Bacharach oder Ruwer, das Frauenstraflager Flussbach sowie zahlreiche KZ-Außenstellen.

Die anfänglichen Kriegserfolge der deutschen Wehrmacht hielten nicht lange. 1940 begannen die alliierten Luftangriffe, die insbesondere in den letzten Kriegsjahren viele Städte und Gemeinden, darunter Mainz, Ludwigshafen, Bitburg, Koblenz und Zweibrücken, teils bis zur Unkenntlichkeit zerstörten. Der immer größer werdende Bedarf an Nachschub von Soldaten an die Front entvölkerte ganze Landstriche von der männlichen Bevölkerung. Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene mussten ihren Part in Landwirtschaft und Industrie übernehmen. Ein großer Teil von ihnen – fast 14.000 Zwangsarbeiter insbesondere aus Polen und der Sowjetunion – schufteten allein in den Werken der I.G.-Farben (die aus einer Fusion der BASF mit fünf weiteren Firmen entstanden war) in Ludwigshafen und Oppau. Ende 1944 waren auf dem Gebiet des heutigen Rheinland-Pfalz insgesamt mehr als 130.000 Ausländerinnen und Ausländer zur Zwangsarbeit verpflichtet.

Am 6. Juni 1944 landeten die Alliierten in der Normandie. Schon im September überschritten sie den „Westwall“ – zuerst bei Stolberg in der Nähe von Aachen, danach in der Nordeifel. Die alliierten Luftangriffe zur Abwehr des letzten Aufgebots des Nazi-Regimes in der „Ardennenoffensive“ im Dezember 1944 richteten kurz vor Kriegsende die schlimmsten Zerstörungen an. Nun kam der Krieg in die Region: Die Alliierten eroberten Trier, Koblenz und besetzten die Pfalz.

Anfang April 1945 war das künftige Rheinland-Pfalz vollständig besetzt. Hier war der Krieg zu Ende. Zerstört waren nicht nur die Infrastruktur, landwirtschaftliche Gebäude, die Industriezentren und die Städte. Tausende Menschen aus der Pfalz, dem Westerwald, aus Rheinhessen, dem Hunsrück, der Eifel, von der Mosel und aus dem Taunus waren getötet worden, viele wurden vertrieben und heimatlos. Zerstört war auch eine ganze Kultur. – Nach dem Holocaust lebten nur noch wenige Menschen jüdischen Glaubens in Rheinland-Pfalz.


Bitburg nach den alliierten Luftangriffen am Heiligabend 1944
© Stadtarchiv Bitburg

Bitburg wurde bei den alliierten Luftangriffen am Heiligabend 1944 fast vollständig zerstört. Die Stadt wurde zur „toten Stadt“ erklärt. – Beim Eintreffen der Alliierten im Februar 1945 lebten noch 74 Menschen in den Ruinen der Stadt.

Die Verordnung Nr. 57 zur Gründung des Landes Rheinland-Pfalz

Die Verordnung Nr. 57 zur Gründung des Landes Rheinland-Pfalz (Foto: Landeshauptarchiv). – Zu dieser Verordnung erklärte General Marie Pierre Koenig, Oberbefehlshaber der französischen Militärregierung in Deutschland: „… von dem Willen beseelt, der rheinischen und pfälzischen Bevölkerung Gelegenheit zu geben, ihre Freiheiten und ihr wirtschaftliches Leben harmonisch zu entwickeln, habe ich insbesondere die Schaffung eines Landes beschlossen, dessen Hauptstadt Mainz sein und das die gegenwärtig zu den Oberpräsidien Hessen-Pfalz und Rheinland-Hessen-Nassau gehörenden Regierungsbezirke umfassen wird.

Das Land Rheinland-Pfalz

Tod, Hunger und Zerstörung bestimmten die ersten Nachkriegsjahre. 1945/46 verschärfte der weltweite Rückgang der Nahrungsmittelproduktion die schon prekäre Lage. Insbesondere die Kinder litten an mangelhafter Ernährung. Die „Schweizer Hilfe“, aber auch private Spenden aus den USA sowie die Wirkungen des Marshallplans und der Währungsreform Ende der 1940er Jahre führten zur langsamen Verbesserung der Situation.

Im Juli 1945 hatten die Franzosen die zunächst amerikanisch besetzten Gebiete westlich des Rheins übernommen. Die Zonengrenze verlief nun entlang des Rheins, womit Mainz seine rechtsrheinischen Stadtteile und damit mehr als die Hälfte seines Stadtgebiets und einen Großteil seiner Industrie verlor.

Am 30. August 1946 verkündete der Oberbefehlshaber der französischen Zone, General Marie Pierre Koenig, die Verordnung Nummer 57, die die Gründung eines rhein-pfälzischen Landes verfügte, dessen Hauptstadt Mainz sein solle. Das neue Land setzt sich zusammen aus Teilen der ehemaligen preußischen Rheinprovinz, aus dem ehemals hessischen Rheinhessen, aus Teilen von Nassau und der ehemals bayrischen Pfalz ohne den Saarpfalz-Kreis.

Eine verfassungsberatende Versammlung aus Vertretern der zuvor gewählten Gemeinderäte und Kreisversammlungen wurde gebildet, die vom späteren ersten Ministerpräsidenten des Landes, Wilhelm Boden (CDU) geleitet wurde. Die von ihr vorgeschlagene Landesverfassung wurde bei der Volksabstimmung am 18. Mai 1947 mit einer knappen Mehrheit von 53 Prozent angenommen. – Insbesondere die Rheinhessen und Pfälzer zeigten sich skeptisch, während die neue Verfassung im katholisch geprägten Norden und im Trierer Land auf breite Zustimmung stieß.

Demokratischer Neubeginn

Gleichzeitig mit der Volksabstimmung zur Landesverfassung wurde auch das erste rheinland-pfälzische Parlament gewählt. Bis 1987 sollte die CDU immer als stärkste Partei aus diesen Wahlen hervorgehen. Wilhelm Boden, schon zuvor von der französischen Militärregierung als Regierungschef eingesetzt, wurde der erste Ministerpräsident des Landes. Schon einen Monat später, nach dem vergeblichen Versuch einer Regierungsbildung, folgte ihm Peter Altmeier, der das Land in den folgenden 22 Jahren führen sollte.

In den nächsten Jahren ging es nicht nur darum, den Pfälzern, Rheinhessen, Rheinländern, den Westerwäldern, Hunsrückern, Moselanern und Eifelern Rheinland-Pfalz zur Heimat werden zu lassen. Am dringlichsten war zunächst, die Nahrungsmittel- und Versorgungskrise zu lösen, die Wirtschaft wieder aufzubauen und weiterzuentwickeln und Wohnraum für die vielen Rückkehrer, Flüchtlinge und die durch die Luftangriffe obdachlos gewordene Bevölkerung zu schaffen – eine Herkulesaufgabe.

Historisches Highlight der frühen Jahre: die Rittersturzkonferenz 1948 bei Koblenz. Hier war das Land Gastgeber der Ministerpräsidenten der drei westlichen Besatzungszonen, die erstmals zusammenkamen, um die Voraussetzungen für die Gründung der Bundesrepublik Deutschland zu schaffen.

Das Hotel Rittersturz im Koblenzer Stadtwald (1961).
© LHA KO/Gustav Rittstieg

Das Hotel Rittersturz im Koblenzer Stadtwald (1961). Die Rittersturzkonferenz ist benannt nach dem Berghotel Rittersturz auf dem gleichnamigen Aussichtspunkt in Koblenz, in dem 1948 die Konferenz stattfand. Der Legende nach hat sich hier vor langer Zeit ein Ritter den schroffen Felsabhang hinabgestürzt. Bewiesen ist diese Geschichte allerdings nicht. – Das Berghotel hingegen musste tatsächlich einem drohenden Felssturz weichen. Es wurde Anfang der 1970er Jahre abgerissen. Heute erinnert eine Gedenkstätte an die Geschichte des Ortes.

Europa-Kommandozentrale der US Air Force in Ramstein
© U.S. Air Force photo/1st Lt. Clay Lancaster

In Ramstein – dem größten US-Militärflugplatz außerhalb der Staaten – sitzt auch heute noch die Europa-Kommandozentrale der US Air Force.

Flugzeugträger der Nato

Mittlerweile war aus dem Kriegsverbündeten der Alliierten, der Sowjetunion, der potenziell nächste Kriegsgegner geworden. Der Kalte Krieg zementierte die feindlichen Blöcke und ließ Deutschland zum potenziellen Austragungsort der nächsten kriegerischen, vermutlich atomaren Auseinandersetzung werden. Nach dem Nato-Beitritt Deutschlands 1955 kam Rheinland-Pfalz dabei die Rolle des Waffendepots und „Flugzeugträgers der Nato“ zu. Insbesondere in der Pfalz, im Hunsrück und der Eifel wurden umfangreiche Truppenteil der US Army und US Air Force stationiert, Militärflughäfen ausgebaut und Munitionsdepots errichtet. Hier lagerten Chemie- und Atomwaffen, Giftgas und Cruise Missles. In Ramstein – dem größten US-Militärflugplatz außerhalb der Staaten – sitzt (immer noch) die Europa-Kommandozentrale der US Air Force, in Spangdahlem in der Eifel ist das 52. Jagdgeschwader der US Air Force stationiert, das weltweit an Einsätzen in Krisengebieten teilnimmt. Daneben gab es mit Bitburg, Hahn, Pferdsfeld, Sembach und Zweibrücken noch fünf weitere Militärflughäfen der Nato. Landstuhl beherbergt noch heute das größte US-Hospital außerhalb der Staaten und versorgt u. a. die Verwundeten aus Auslandseinsätzen der amerikanischen Streitkräfte.

Zeit der Reformen

1969 übernahm der junge Helmut Kohl, CDU, die Regierungsverantwortung von Peter Altmeier. In seine Regierungszeit fällt die bereits 1965 eingeleitete umfangreiche, Rheinland-Pfalz prägende Gebiets- und Verwaltungsreform. Die fünf Regierungsbezirke wurden zu drei – Trier, Koblenz und Rheinhessen-Pfalz – zusammengefasst, Verbandsgemeinden eingeführt.

Kultusminister Bernhard Vogel schaffte mit der schon unter Altmeier begonnenen Bildungsreform die konfessionelle Bindung von Schulen und Lehrerausbildung ab und führte anstelle der Volksschulen die Grund- und Hauptschulen ein, ließ die Realschulen ausbauen und die gymnasiale Oberstufe reformieren. Als zweite Universität des Landes – nach der schon in der französischen Besatzungszeit wiedergegründeten Johannes Gutenberg-Universität in Mainz – wurde 1970 die Universität Trier-Kaiserslautern eröffnet und die Fachhochschulen ausgebaut.

Bernhard Vogel wurde 1976 Nachfolger Kohls als Ministerpräsident. Die 1980er Jahre sind geprägt durch die Auswirkungen der Ölkrise und eines grundlegenden Strukturwandels, der auch Rheinland-Pfalz nicht unverändert lässt. Ganze Industriebranchen verschwanden. Die Schuhindustrie in der Südwestpfalz erlebte seit den 1970er Jahren einen steten Niedergang. Die Textilindustrie musste ebenso wie die Schmuck- und Edelsteinbranche um Idar-Oberstein verstärkt mit internationaler Konkurrenz und Abwanderungen kämpfen. Und die Arbeitslosenzahlen stiegen: von 3,8 Prozent 1980 auf 8,6 Prozent 1985.

Schon seit den 1960er Jahren verändert sich auch in Rheinland-Pfalz die Wirtschaftsstruktur von einer landwirtschaftlich und industriell geprägten Ökonomie hin zu einer zunehmend stärker werdenden Dienstleistungsbranche. Dieser Wandel zeigt sich besonders deutlich daran, wo die Menschen in Rheinland-Pfalz arbeiten: Waren 1950 noch mehr als 536.000 Menschen in der Land- und Forstwirtschaft beschäftigt, sind es 1985 nur noch gut 90.000, mittlerweile sogar weniger als 40.000 Beschäftigte. Der Dienstleistungssektor bietet mittlerweile fast 800.000 Menschen Arbeit. 1950 waren es erst rund 220.000. Daneben bleibt die Industrie in Rheinland-Pfalz – sowohl was die Beschäftigung als auch ihren Part an der Bruttowertschöpfung des Landes betrifft – von großer Bedeutung.

Grundlegend veränderte sich auch die Medienlandschaft mit der Zulassung des ersten privaten Rundfunk- und Fernsehveranstalters. Am 1. Januar 1984 strahlte die Anstalt für Kabelkommunikation in Ludwigshafen das erste Rundfunkprogramm aus, an dem auch private Anbieter beteiligt waren. Drei Jahre später wurden private Programmanbieter generell in Deutschland zugelassen.

Auch in der Gesellschaft begann ein Wandel. Die Studentenbewegung der späten 1960er Jahre prägten auch die Jugendkultur in Rheinland-Pfalz. Die Friedensbewegung, in Rheinland-Pfalz mit reichlich Anschauungsmaterial versehen, die Anti-Atomkraft-, Umweltschutz- und Frauenbewegung erstarkten. 1983 trat die mit den Neuen Sozialen Bewegungen eng verbundene Partei Die Grünen zum ersten Mal zur Landtagswahl an und verpasst nur knapp den Einzug ins Landesparlament. Seit 1987 – mit Unterbrechung zwischen 2006 und 2011 – ist die Ökopartei im rheinland-pfälzischen Landtag vertreten.

Der Hunsrücker Ostermarsch 1988
© Archiv Friedensinitiative Hunsrück

Der Hunsrücker Ostermarsch 1988. Schon seit den 1960er Jahren demonstrierte die Friedensbewegung jedes Jahr bei ihrem Ostermarsch für das Ende der atomaren Bewaffnung, gegen Krieg und Militarismus. Zigtausende Menschen unterstützten auch in Rheinland-Pfalz in den 1980er Jahren den Kampf gegen den Nato-Doppelbeschluss und der damit verbundenen Aufstellung neuer mit Atomsprengköpfen bestückter Raketen und Marschflugkörper. Im Oktober 1986 demonstrierten 200.000 Menschen friedlich gegen die Stationierung von 96 atomaren Cruise Missles auf der Nato-Raketenstation „Pydna“ in der Nähe von Kastellaun. Es war die größte Demonstration, die der Hunsrück je gesehen hatte.

Deutschland wird wiedervereinigt

1991 verlor die CDU zum ersten Mal die Landtagswahl. Zum Ministerpräsidenten des Landes wurde der Sozialdemokrat Rudolf Scharping gewählt. 1994 übernahm Kurt Beck die Führung – und behielt sie 19 Jahre lang. Die SPD stellte noch zwei weitere Legislaturperioden gemeinsam mit der FDP die Regierung, bis sie 2006 die absolute Mehrheit erzielte. Seit 2011 regiert sie gemeinsam mit den Grünen das Land, seit 2013 mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer an der Spitze. 2016 wurde die Koalition um die FDP erweitert.

Die 1990er Jahre sind geprägt durch die Wiedervereinigung Deutschlands. Das Ende des Kalten Kriegs, der Fall der Mauer und die Auflösung der Sowjetunion veränderten die weltpolitische Lage und die militärischen Erfordernisse. Kein Bundesland ist davon so stark betroffen wie Rheinland-Pfalz. Besonders im Hunsrück und der Westpfalz, im Landkreis Birkenfeld, der Vorderpfalz und der Region Trier-Saarburg waren große Truppenteile der Alliierten und der Bundeswehr stationiert. Mitte der 1980er Jahre waren knapp 70.000 Soldaten der US-Streitkräfte, 40.000 Bundeswehrsoldaten und 17.000 Soldaten der französischen Armee im Land präsent. Fast 50.000 Arbeitsplätze stellte das Militär für zivile Angestellte – von den indirekten Beschäftigungseffekten ganz zu schweigen.

Seither haben die US-Streitkräfte fast zwei Drittel ihrer militärischen und zivilen Stellen in Rheinland-Pfalz abgebaut, die Bundeswehr mehr als die Hälfte. Die französischen Streitkräfte sind komplett abgezogen: Insgesamt gingen seit 1986 in diesem Bereich 34.000 zivile Arbeitsplätze verloren, 83.000 Soldatinnen und Soldaten wurden abgezogen.

Riesige Militäranlagen, ganze Stadtteile gehörten den Amerikanern oder Franzosen: Fast 700 militärische Liegenschaften mit 14.000 Hektar in den Garnisonsstädten am Rhein und in der Vorderpfalz, in der Westpfalz, der Eifel und im Hunsrück wurden seit Anfang der 1990er Jahre von der Bundeswehr und den alliierten Streitkräften freigegeben – eine unglaublich große Aufgabe für das Land und die Politik. Und eine riesige Chance.

Morbach-Wenigerath ist heute ein Vorzeigeprojekt für erneuerbare Energien
© Gemeinde Morbach

Morbach-Wenigerath, das ehemals größte Munitionslager der US Air Force in Europa, ist heute ein Vorzeigeprojekt für erneuerbare Energien: Die Energielandschaft Morbach liefert mit 14 Windkraftanlagen, einer 4,3-MW-Photovoltaikanlage und einer Biogasanlage pro Jahr etwa 45 Millionen Kilowattstunden Strom – mehr als die Gemeinde verbraucht.

Konversion

Die ehemals militärisch genutzten Liegenschaften in Flächen für Gewerbe, Wohnen, Bildung oder Energiegewinnung umzuwandeln und neue, zivile Arbeitsplätze zu schaffen, wurde zu einer der wichtigsten Aufgaben der Landesregierung. Konversionsprogramme wurden entwickelt und gemeinsam mit den Standortkommunen und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) Machbarkeitsstudien und Nutzungskonzepte erarbeitet.  Mehr als 2 Milliarden Euro sind seit 1992 in die Konversion geflossen.

Für einige Kommunen und Städte war die Freigabe von Liegenschaften ein echter Glücksfall. Die Landeshauptstadt Mainz, die kaum über Flächenreserven, dafür aber über eine stets wachsende Bevölkerung verfügt, konnte zahlreiche neue Flächen für die Wohnnutzung, aber auch für Gewerbeansiedlung gewinnen.

Zwei der ehemals sieben Militärflughäfen in Rheinland-Pfalz, in Hahn und Zweibrücken, wurden – mit unterschiedlichem Erfolg – für die zivile Nutzung freigegeben. Ihre Umwandlung gehört zu den größten und teuersten Konversionsprojekten. Während der Flughafen Zweibrücken mittlerweile die kommerzielle Luftfahrt eingestellt hat und zum Gewerbepark umgewidmet werden soll, gehört der Flughafen Hahn zu den großen Frachtflughäfen Deutschlands.

Die Konversion unterstützte auch an anderen Stellen die zukunftsfähige Neuausrichtung des Landes: Rund 320 Millionen Euro wurden in die Hochschulkonversion investiert. Sechs Hochschulbau-Projekte der Universitäten Trier und Koblenz-Landau sowie der Fachhochschulen Kaiserslautern, Trier und Worms wurden mit diesen Mitteln finanziert.

Das neue Jahrtausend

Die veränderte Weltordnung nach dem Fall der Mauer hatte aber nicht nur aufgrund der militärischen Umstrukturierung gravierende Veränderungen für Rheinland-Pfalz zur Folge. Sie ermöglichte – zusammen mit der technologischen Entwicklung – auch das, was unter dem Stichwort Globalisierung die Tagesordnung bestimmt.

Bei der Internationalisierung hat Rheinland-Pfalz schon zu Anfang eine Vorreiterrolle übernommen – der Staatsvertrag mit Luxemburg über die Errichtung einer Wasserkraftanlage 1950 war der erste Staatsvertrag, den ein Bundesland mit einem anderen Staat abschloss. Auch mit seiner Partnerschaft mit Burgund spielte Rheinland-Pfalz eine Vorreiterrolle: Schon 1953 wurden die ersten Kontakte zur Versöhnung und zum Austausch aufgenommen, die 1962 mit einer offiziellen Partnerschaft zwischen dem Land und der französischen Region besiegelt wurden. Mit seinen Nachbarn Frankreich, Luxemburg und Belgien kann das Land auf eine lange Tradition grenzüberschreitender Zusammenarbeit blicken.

Rheinland-Pfalz ist aber nicht nur politisch weltoffen. Auch die Wirtschaft ist international ausgerichtet: Die rheinland-pfälzische Industrie hat die zweithöchste Exportquote aller deutschen Flächenländer. – So liegt die Zukunft des Landes vor allen in einer Strategie, die seine Stärken in einer globalisierten Welt zum Tragen bringt.


Quellen:
Lukas Clemens, Franz J. Felten, Matthias Schnettger (Hrsg.): Kreuz – Rad – Löwe. Rheinland-Pfalz. Ein Land und seine Geschichte. Band 1. Von den Anfängen der Erdgeschichte bis zum Ende des Alten Reiches. Mainz 2012.

Friedrich P. Kahlenberg, Michael Kißener (Hrsg.): Kreuz – Rad – Löwe. Rheinland-Pfalz. Ein Land und seine Geschichte. Band 2. Vom ausgehenden 18. bis zum 21. Jahrhundert. Mainz 2012.

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